Wallfahrtskirche St.Maria

gebaut 1718 von Gabriel de Gabrieli

Wallfahrtskapelle St.Maria Zöbingen

Gebeine, Gold und Obst

Der Legende nach war im Jahr 1261 ein Reiter, «ein Pfleger von Hohenbaldern» in den Feldern am Dorfrand in eine Grube eingebrochen. Das Pferd musste mit Stangen herausgehoben werden. Als man daraufhin das Loch untersuchte kamen Gebeine, Goldschmuck und Obst zutage, das trotz offensichtlich hohem Alter noch ganz frisch erhalten war.
In der Votivtafel im Inneren der Kapelle steht eingemeißelt: «... Dann eben in selbiger Gegend hat auch ein Schwein ein kleines Glöcklein heraufgewühlt und als man weiter gegraben hat man einen Trog, wie man den Teig darin kneten tut, gefunden ...». Beim Trog zum Teigkneten handelt es sich um den sogenannten «Totenbaum», das waren innen ausgehöhlte Eichenstämme, in denen die Alamannen ihre Toten bestatteten. Aus dem Deckel waren am Kopf- und am Fußende 2 Schlangen- oder Drachenköpfe herausgeschnitten, die durch eine zackige Leiste miteinander verbunden waren.

Alemannischer Baumsarg (Totenbaum)Das eigentliche «Wunder» von Zöbingen

ist der hervorragende Zustand, in dem sich die Hölzer sowie andere verderbliche Grabbeigaben befanden.Auch im 19. und 20. Jahrhundert stieß man bei der Aushebung von Gräbern auf dem Zöbinger Friedhof immer wieder auf die darunter liegenden alamannischen Grabkammern, ohne am Anfang zu erkennen, dass es sich um solche handelte.
Man berichtete von «altdeutschen Särgen», denen Scherben, hölzerne Gegenstände oder auch ein Schwert in hölzerner Scheide beilagen. Einmal war offenbar beigelegtes Tannenreisig noch ganz grün. Beeindruckend waren immer wieder die «Totenbäume». Im Lias-Ton blieben Holz und andere organische Substanzen wundervoll konserviert.
1935 und 1937 mit Hilfe des Arbeitsdienstes unternahm das Landesmuseum außerhalb des Friedhofs im Osten und Westen archäologische Grabungen, jedoch offenbar ohne nennenswerte Entdeckungen. Die alamannische Siedlung, die zu den Reihengräbern gehört, wurde bislang nicht entdeckt. Sie wird von manchen Historikern in den Fleckenwiesen am Bach vermutet.

Blick zum Chor

Blick zum Chor

Erntealtar

Erntealtar

Das Gnadenbild, Mittelpunkt der Wallfahrtskirche

Deckenfresko über dem Altarraum von Anton Wintergerst

Wallfahrtskapelle St.Maria im Abendlicht

Im Winterkleid

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